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Geschichte

St. Wendelin - Zeckern

In den frühen 20er Jahren hat der damalige Bürgermeister Georg Merkel die Initiative ergriffen und die politische Gemeinde als Bauherrn für ein Kirchlein gewonnen. 1922 kam "grünes Licht" aus Bamberg, nachdem für den erzbischöflichen Generalvikar vertraglich abgesichert war, dass Pflege, Unterhalt und sonstige Kosten von der Gemeinde übernommen werden. Das Dokument nennt folgende Namen: Georg Merkel, Bürgermeister; Adam Kästner, Stellvertreter; Adam Langgut, Martin Münch, Andreas Mehl, Andreas Fröhlich, Johann Bögelein, Gemeinderäte. Conrad Grimm stellte ein, seinem Anwesen gegenüberliegendes Grundstück, als Bauplatz zur Verfügung.
In einem Schreiben vom 22.02.1925 wird der Generalvikar gebeten, einen Termin für die Grundsteinlegung zu nennen. Ein paar Monate später, am Sonntag den 20.August 1925, wird das 6 m x 11 m große Kirchlein eingeweiht.

Nach Kriegsende, als viele Heimatvertriebene ihre zweite Heimat in Zeckern aufbauten, die Einwohner- und Katholikenzahl sprunghaft anstieg, mußte zum ersten mal an die Kapelle angebaut werden (1956).

1972 erfolgte die politische Eingemeindung nach Hemhofen. In diese Zeit fallen auch erste Überlegungen für einen weiteren Anbau der Kirche. Mit der Übernahme der Seelsorgerlichen Betreung von St. Wendelin durch den Salesianer-Pater Friedrich Fahner im Jahre 1973 erhielten die von Pfarrer Leo Friedrich und Maurermeister Georg Merkel (Enkel des einstigen Bgm.) schon weit vorangetriebenen Planungen nochmals einen deutlichen Anschub. Pater Fahner erschloß unermüdlich Geldquellen, um den Um- und Anbau beginnen und vollenden zu können. Der Charakter der jetzigen "Kapelle" unterscheidet sich deutlich von dem seiner Vorläuferbauten. Die bunten Fenster sind das augenscheinlichste Merkmal von St. Wendelin in Zeckern.

Am 07. Juni 1976 erfolgte die Einweihung Filialkirche durch Erzbischof Dr. Josef Schneider, außergewöhnlich deswegen, weil Bischöfe in der Regel nur Pfarrkirchen einweihen. Zum Jubiläum 2001 bekam St. Wendelin ein neues "Kleid". Der Vorplatz wurde neu gestaltet und hat dadurch eine deutliche Aufwertung erfahren. Die Fassade wurde renoviert, neue repräsentative Eingangstüren eingesetzt und diese mit Glas überdacht.

Auf Initiative von Pfarrer Holger Fiedler folgte der Außensanierung 2006 die Innenrenovierung mit einer Neugestaltung des liturgischen Raumes. Der Altarraum wurde vergrößert und die liturgischen Orte symbolisch besser zur Geltung gebracht. Erzbischof Dr. Ludwig Schick feierte im Oktober 2006 zusammen mit der Kirchengemeinde den Abschluss der Umbauarbeiten.

Doch mit der Erweiterung der Sakristei war der ursprüngliche Platz der Orgel abhanden gekommen. Es reifte der Gedanke, an einem neuen Ort auch gleich eine neue Orgel aufzustellen. Pfarrer Holger Fiedler brauchte keine große Überzeugungskraft dafür, dass eine Pfeifenorgel für den neu gestalteten Innenraum einen großen Gewinn darstelle. Die Gläubigen von St. Wendelin taten das ihrige dazu. Durch diverse Aktivitäten, Feste und zweckgebundenen Sammlungen und Spenden brachten sie gut ein Drittel der veranschlagten Kosten zusammen. Zuschüsse der Erzdiözese Bamberg und auch der politischen Gemeinde Hemhofen sicherten die restliche Finanzerung. Am 3. April 2009 wurde die vom Bamberger Orgelbaumeister Thomas Eichfelder gestaltete neue Orgel von Domkapitular Hans-Jörg Elsner geweiht und von Regionalkantor Erich Staab zum erklingen gebracht. Die Filialgemeinde St. Wendelin konnte den Palmsonntag 2009 mit ihrer neuen Orgel feiern. 

(Qelle: auszugsweise Pfarrbrief "Die Brücke", Bericht Konrad Großkopf
Ergänzung durch 'r m' onlineredaktion der Pfarreiengemeinschaft Adelsdorf-Aisch)